Shabby Chic

Zeitlos schönes Wohnen mit dem Charme fast verblasster Eleganz Seit Jahrhunderten gestalten Menschen in unterschiedlichen Kulturkreisen die Einrichtung ihrer Häuser […]

Zeitlos schönes Wohnen mit dem Charme fast verblasster Eleganz
Seit Jahrhunderten gestalten Menschen in unterschiedlichen Kulturkreisen die Einrichtung ihrer Häuser und Wohnungen mit einer Mischung aus Alt und Neu: Familienerbstücke, die über Generationen weitergereicht, benutzt und gepflegt werden, altes oder antikes Mobiliar, das „neu“ gekauft wird, werden mit neuen, dem jeweiligen Zeitgeist entsprechenden Möbeln kombiniert.

Der Begriff
„Shabby Chic“ als Bezeichnung eines Wohnstils wird seit seiner Entstehung vor rund 25 Jahren recht weit interpretiert und umgesetzt. Gerade in letzter Zeit werden damit z.B. auch so ziemlich alle Möbelstücke oder Gebrauchs- und Ziergegenstände bezeichnet, die sichtbar alt und stark gebraucht sind, oder die, obgleich neu, so aussehen. Oft wird er auch eher einseitig als Trend romantisch- verspielter Nostalgie verstanden.

shabby-chic-pipRachel Ashwell, eine Stylistin aus Großbritannien in Kalifornien, schätzt das elegante, formschöne Design und die Qualität solcher Stücke. Diese Art von Schönheit ist es, so erkennt sie, der die Spuren des Alters einen besonderen Charme, ein eigenes Flair verleihen.

Sie beginnt mit diesen – unrestaurierten – Möbeln und Accessoires zu handeln, definiert ihre eigene Interpretation zeitlos schönen Wohnens, nennt ihren Stil „Shabby Chic“ und entwickelt daraus ein bis heute international erfolgreiches Geschäftsmodell.

-
Die Provokation

„Shabby Chic“ lässt sich im Deutschen am ehesten mit „schäbige bzw. abgewohnte Eleganz“ wiedergeben. Wobei das englische „chic“ eher eine gelassene, natürliche Eleganz meint. Dazu kommt vermutlich, dass dieser Ausdruck an das im Englischen gebräuchliche „shabby-genteel“ erinnert: Arm, aber edel. Haltung, Stil und guter Geschmack, auch wenn kein Geld mehr da ist. Und damit trifft Rachel Ashwell – äußerst erfolgreich – einen Nerv.

Gedämpfte Farbtöne lassen die Räume großzügig und entspannt wirken. Ein Gegenpol zu unserem eng getakteten, digitalisierten und herausfordernden Alltag. Zurückgenommene, pudrige Pastellnuancen sind für Dekorations- und Bezugsstoffe tonangebend. Für die Wände werden meist sanft gebrochene Weißtöne, Creme oder Beige gewählt. Ideale Kombination zu schlichten Holzböden. Die Vielfalt an Farbschattierungen erlaubt ein Ton-in-Ton gehaltenes, helles, lichtes Ambiente genauso wie eine Mehrfarbigkeit, die in sich schier endlos kombiniert werden kann und niemals bunt, schrill oder gar süßlich ist: Zartes Hellgrau-Bleu, mattes Teegrün, verwaschenes Mauve, sanftes Puder, blasses Helloliv, dunklere Varianten von Blau, Petrol, Lila; Akzente von Altsilber oder auch Gold, silbergrau patiniertes Teak, Treibholz.

shabby-chic-1Eine Fülle von Anregungen
finden Sie in den Farbpaletten der Hersteller von Kreidefarben. Falls Sie gerne selbst Hand anlegen, eignen sich diese Farben sehr gut dafür, Möbelstücke auf „Shabby Chic“ umzustylen. Momentan sind weiß gestrichene Möbel mit abgenutzten Kanten und Griffen sehr beliebt; meistens handelt es sich um neue Stücke mit künstlichen Gebrauchsspuren. Nicht immer ist es möglich oder erwünscht, dem ganz eigenen Charme natürlich gealterter Originale den Vorzug zu geben. Gerade die dezente Farbgebung erlaubt z.B. feminin-romantisch Verspieltes wie Kissen, Überwürfe oder Bettvolants mit üppigem Tüll- oder Rüschensaum und die Verwendung gemusterter Stoffe, ohne dass der Raum optisch wie gefühlt zu eng wird.

Kommode
Typisch für den Shabby Chic Style ist beispielsweise eine schlichte Kommode, darauf ein paar in Leder gebundene alte Bücher mit Goldschnitt, Kerzenleuchter aus Silber oder gut versilbert, dazu vielleicht noch ein silbernes Zigarrenetui; darüber ein halbblinder Spiegel. In einer Vase aus Bleikristall frische weiße Ranunkeln.

Schöne gedeckter Tisch
Eine Tafel, eingedeckt mit altem Porzellan mit zartem Blumenmuster, dazu Gläser mit Goldrand als Vasen, schlichte moderne Gläser, Servietten aus weißem Leinen, antikes Tischtuch mit Spitze.

Garten
Ein alter Liegestuhl aus ungeöltem Teak mit silberner Patina, Kissen aus Stoff mit fast verblichenem Muster historischer Rosen, eine mit Lavendel und Bienenkraut bepflanzte Zinkwanne, die schon ein wenig zerbeult ist – für ein Plätzchen auf Balkon oder Terrasse.

shabby-chic-weissSchlafzimmer
Klassisch weiße Bettwäsche mit dezenter Spitze und/oder Biesen, auf einer Kommode ein antiker Waschkrug mit Waschschüssel aus reinweißem Porzellan, hier und da etwas angestoßen. Eine Gardine aus antiker Florentiner Spitze, nicht unbedingt am Fenster, sondern wie eine Stola über die Lehne eines zierlichen Stuhls geworfen. Wände in zartestem Bleu mit leichtem Graustich, antike Quasten an den Möbelgriffen, Stoffe mit klein gemusterten Landhausmotiven, sogenannte Toile-de-Jouy in blau-gemustert auf weiß.

 -
-

So können Sie hier und da Akzente setzen, es dabei belassen oder sich weiter mit diesem Thema beschäftigen. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen Freude und Vergnügen bereitet.

Herzlichst,
Irene und Jürgen Schuster

» Na neugierig geworden? Hier geht’s zu unseren Shabby Chic Produkten