Darauf reagiere ich allergisch

Was Sie dann wissen sollten und tun können. • Niemand muss sich quälen, es gibt viele Maßnahmen und sogar Heilungschancen […]

Was Sie dann wissen sollten und tun können.

• Niemand muss sich quälen, es gibt viele Maßnahmen und sogar Heilungschancen
• Reagieren ist wichtig, denn sonst kann es schlimmer werden

Hatschi! Katze im Raum? Hausstaub eingeatmet? Heuschnupfen?
Die Zahl der bekannten Allergien nimmt zu, ebenso wie die Zahl der Betroffenen. Unterscheiden müssen wir von der Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln, das kann ganz  andere Ursachen haben. Im heutigen Beitrag konzentrieren wir uns auf den Schlafbereich.

Wie es kommen kann
Pro Tag verlieren wir ca. 1,5g an Hautschuppen. Das klingt winzig und ist eigentlich eine sehr gute Nachricht, denn es handelt sich um den sichtbaren Beweis dass unser Stoffwechsel funktioniert. Im Laufe etwa eines Monat erneuert sich unsere äußere Hautschicht. So bleiben wir lange Jahre “streichelzart” und sehen gut aus. Unser tiefer Schlaf dient neben vielen anderen Funktionen genau dieser regelmäßigen Neubildung unserer Haut, deswegen spricht man auch vom “Schönheitsschlaf”.

Soweit wir sie nicht gerade unter der Dusche abwaschen, werden Milliarden unsichtbar kleiner Hautschüppchen auf diese Weise Teil des Hausstaubes. Einige bleiben in der Kleidung hängen und besonders viele davon verlieren wir natürlich nachts im Bett, zumal wie gerade beschrieben in der Nacht die Zellteilung besonders aktiv läuft.

schuster-hausstaubmilbeIm Zusammenhang mit dem wünschenswert tiefen und ungestörten Schlaf ist deshalb meistens von der Hausstauballergie die Rede. Doch auf Hausstaub ist niemand wirklich allergisch. Insider unter Ihnen wissen längst, dass unser Immunsystem dabei auf die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe reagiert. Die Reaktionen sind bekannt, was manchmal übersehen wird ist der “Etagenwechsel” – aus einer allergischen Reaktion mit Niesen und Augenreizung wird über die Jahre z.B. ein Asthma. Aktion ist also dringend geboten und sicher waren Sie schon aktiv und haben – falls Sie oder andere Mittglieder der Familie betroffen sind – Maßnahmen ergriffen.

Wir zählen für Sie einige der wichtigsten dieser Maßnahmen nochmal auf, damit Sie an Sicherheit gewinnen oder von neuen Ideen profitieren.

Was Sie tun können
Die ärztlichen Optionen wie z.B. Hypo- oder Desensibilisierung besprechen Sie am Besten mit Ihrem Therapeuten oder haben es längst getan.

Bei vielen Krankheiten oder Störungen des Immunsystems stößt man seit einigen Jahren auf einen ausgeprägten Mangel an Vitamin D. (Wir bekommen einfach zu wenig Sonne durch unsere sitzenden Berufe.) Eine erste gesundheitliche Maßnahme kann also sein, den eigenen Spiegel des Sonnenhormons beim nächsten Blutbild bestimmen zu lassen und sich bei einem gefunden Mangel eine hochdosierte Kur verschreiben zu lassen. Das gilt übrigens besonders bei sog. Sonnenallergie, die für sich alleine schon ein typisches Symptom von Vitamin D-Mangel darstellt.

Der hochwertige Fachhandel, wie z.B. Ihr Bettwarenshop bietet zahlreiche Artikel, die der Hausstaubmilbe das Leben vermiesen. Sie kann sich dann nicht mehr entsprechend fortpflanzen bzw. stirbt in der Kochwäsche ab.

Im Detail sind das:
Bettwäsche – sie verhindert, das Milben in das Kissen gelangen, bzw. aus dem Inneren des Kissens Milbenkot durch den Bezug fällt.

Matratzenbezug (Encasing) – hier ist passgenaue Qualität besonders wichtig. Zu enge Bezüge reduzieren sonst die guten Liegeeigenschaften einer hochwertigen Matratze.

Unterbett – halte ich für sehr empfehlenswert, weil es (ganz unabhängig von einer evtl. Allergie) für ein wolkenweiches, kuscheliges Schlafgefühl sorgen kann. Auch fängt es den Schweiß ab und die Matratze wird geschont.

Kopfkissen – besonders wichtig, weil so nahe an den Atemwegen. Und denken Sie vielleicht auch an die Ergonomie – für die optimale Lagerung des Hals-Nackenbereiches genügt 40×80 cm.

Oberbett – leichte, kochfeste Oberbetten sind in unseren warmen Häusern der Hit. Sie haben viel mit der Temperatur im Bett zu tun und sorgen für guten Schlaf. Denn wer zu stark schwitzt, schläft schlechter.

Die Milben leben in Symbiose mit kleinen Schimmelpilzen die ihnen beim Verdauen der hornigen Hautschuppen helfen. Die mikroskopisch kleinen Pilzchen brauchen eine entsprechende Luftfeuchtigkeit zum Wachsen. Also ist ein gut gelüftetes Schlafzimmer empfehlenswert. Das ganze Bettsystem sollte gut durchlüftet sein und der Feuchtigkeit wenig Stauraum anbieten.

Glatte Böden sind selbstverständlich und leichter feucht zu pflegen.

Bei Hausarbeit kann eine Atemschutzmaske getragen werden. Natürlich hat Ihr Staubsauger schon entsprechende Filter, trotzdem wird bei fast jeder Hausarbeit Staub aufgewirbelt. Ziehen Sie einfach mal – frisch gewaschene – Baumwollsocken im Sonnenlicht an und staunen Sie, wie das staubt.

Sollten Sie Verantwortung für kleine Kinder haben – viel Herumzutoben im Freien reduziert das Risiko später an einer Allergie zu erkranken. Viele Statistiken beweisen schon lange, dass Kinder vom Land weniger unter Allergien und Unverträglichkeiten leiden. Das ist weniger die Umweltverschmutzung als gedacht. So wie der junge Körper viel Bewegung braucht um sein Gehirn zu schulen und ein gesundes Skelett zu entwickeln, braucht das junge Immunsystem Sparring-Partner um sich zu schulen und abzuhärten – zu viel Hygienespray ist entsprechend schlichtweg ungesund.

schuster-juckreizZusammenfassung
Ich kenne eine junge Frau, die ihren Heuschnupfen verloren hat, als sie begann ihren Verzehr von Milchprodukten einzuschränken. Zufall? Sicher kann man das nicht übertragen, jedoch zeigt sich in vielen Gesprächen – ein natürliches Leben mit guten Lebensmitteln und viel Bewegung im Freien und an der Sonne stärkt die meisten von uns und reduziert Symptome.

Darüber hinaus gibt es reichlich medizinische Maßnahmen und begleitende Produkte die uns das Leben erleichtern. Doch die Medizin ist es nie alleine – immer ist es auch die Eigenverantwortung für unser gutes Leben.

Einen genussreichen Sommer wünscht Ihnen
Ihr Jürgen Schuster